Hellas unterm Hakenkreuz 1941-1944

Die Verbrechen der deutschen Besatzer in Griechenland und die Frage der Entschädigung der Opfer - zwei düstere Kapitel in den deutsch-griechischen Beziehungen

Vortrag und Diskussion mit Martin Seckendorf, Historiker, Berlin

Flugblatt

Griechenland wurde am 6. April 1941 ohne Kriegserklärung von Deutschland heimtückisch überfallen. Diese unprovozierte Aggression war das erste Verbrechen der Deutschen gegen Griechenland sowie die Voraussetzung und vielfach Ursache für alle weiteren, dem griechischen Volk zugefügten Leiden und aufgebürdeten Lasten. Im Verlauf der Aggression und der Besetzung wurden von den deutschen Okkupationsorganen, meist unter dem Deckmantel der Bekämpfung des Widerstandes, massenhaft und fortgesetzt schwere Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung begangen. Die Menschenverluste Griechenlands aufgrund der deutschen Aggression und Okkupation betrugen 7,2 Prozent der Vorkriegsbevölkerung. Damit steht das Land weltweit an 4. Stelle in der traurigen Statistik über die Menschenverlust im 2. Weltkrieg. Hinzu kommen gewaltige Zerstörungen und ungeheure wirtschaftliche Schäden durch einen in der Kriegsgeschichte bis dahin einmaligen Raubzug der deutschen Besatzer.

Die Bundesregierung weigert sich bis heute, die Opfer und deren Hinterbliebene zu entschädigen. Gefördert wird diese Haltung dadurch, daß in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung die Tragödie des griechischen Volkes währen der deutschen Besetzung fast unbekannt, die deutsche Herrschaft in Griechenland 1941-1944 im Geschichtsbild der Deutschen noch immer weitgehend ein "weißer Fleck" ist.

Martin Seckendorf beschäftigt sich seit über zwanzig Jahren mit der deutschen Besatzungspolitik in Griechenland. Er ist Mitherausgeber der achtbändigen Dokumentenedition "Europa unterm Hakenkreuz" und Autor des Bandes 6 dieser Reihe (Jugoslawien, Griechenland, Albanien, Italien und Ungarn). 1998 war er von der griechischen Provinzregierung von Böotien als Sachverständiger zu einer Konferenz über Entschädigungsfragen geladen.


24.11. Freitag 20.00 Uhr

Gumbelraum im Karlstorbahnhof Heidelberg
(an der B37 Richtung Neckargemünd, am Ortsende von Heidelberg)


Veranstalter:
VVN-BdA Heidelberg
Antifaschistische Initiative Heidelberg Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg

Infos und Kontakt:
Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg
c/o Friedensladen im Eine Welt Zentrum
Karlstor1 • 69117 Heidelberg
Tel.: 06221/978927, Fax: 978931
E-Mail: Friedensladenhd@gmx.de